Unser Ziel:
Sicherung der Hygiene in Trinkwasser-Installationen

Sauberes, gesundes Trinkwasser aus der häuslichen Wasserleitung nach TrinkwV


Die Trinkwasserverordnung macht für die Sicherstellung der Trinkwasserqualität strenge Vorgaben. Werden diese nicht eingehalten, müssen qualifizierte und unabhängige Sachverständige die betroffene Anlage überprüfen und die Ursachen für die Verunreinigung finden.

Der DVQST e.V. setzt sich das Ziel, die Hygiene in Trinkwasser-Installationen stärker in den Fokus der Fachwelt und der Öffentlichkeit zu rücken. Die Anforderungen der Trinkwasserverordnung sollen konsequent umgesetzt werden. Wir wollen Fachleute, Betreiber und Nutzer dafür sensibilisieren, verantwortungsbewusst mit der Ressource Trinkwasser im Gebäude umzugehen.
Dazu gehört nicht nur die regelwerkskonforme, bedarfsgerechte Planung und Installation, sondern auch der bestimmungsgemäße Betrieb und die Nutzung von Trinkwasser-Installationen.
Als eine Vereinigung von erfahrenen Sachverständigen möchten wir dieses Wissen und die Erfahrungen untereinander austauschen, bündeln und öffentlich einbringen. Zu unseren Zielen gehört, die wesentlichen Anforderungen zum Erhalt der Trinkwasserqualität nachvollziehbar zu vermitteln, Regelwerke und Verordnungen praxisorientiert und neutral zu gestalten sowie dazu beizutragen, Streitigkeiten oder Folgeschäden zu vermeiden.

Unsere Themengebiete

  • Kommunikation und Wissenstransfer der Mitglieder untereinander durch direkten, zeitnahen Dialog auf Veranstaltungen, in Foren und vorzugsweise im persönlichen Austausch

  • Aufklärung von Fachleuten und Öffentlichkeit über die hygienischen Aspekte von Trinkwasser-Installationen, die Verbreitung der Regelwerks-inhalte und Erhöhung der Akzeptanz bei allen an Planung, Bau, Betrieb und Überwachung von an Trinkwasser-Installationen beteiligten Personenkreisen

  • Erarbeitung von sachverständigen Stellungnahmen und Publikationen als Klarstellungen zu spezifischen Fragestellungen sowie Verdeutlichung von Zusammenhängen

  • Regelwerks- und Interpretationslücken sollen geschlossen, Regelwerksauslegungen vereinheitlicht werden

  • aktive Kooperation mit technisch/wissenschaftlichen Vereinen und Organisationen durch persönliche Mitarbeit in den einschlägigen Regelwerksgremien (z.B. DIN, VDI, DVGW) sowie durch sachverständige Kommentierungen zu Regelwerken und Regelwerksentwürfen

  • Bildung von Synergien mit Politik, Justiz, Verwaltung, Kammern und Verbänden zur unmittelbaren oder mittelbaren Mitwirkung in der allgemeinen und fachlichen Gesetzgebung (z.B. Trinkwasserkommission, UBA, Gesundheitsministerium)

  • Definition beruflicher und fachlicher Standards für Sachverständige zur Sicherstellung von Qualität und Fachwissen durch berufliche Fortbildungsmaßnahmen

  • Bildungsangebote für Planer, Installateure, Ausführende, Labore, Probennehmer, Betreiber und Behörden

Ordentliche Mitglieder

Ordentliche Mitglieder sind unabhängige Sachverständige, die sich der Qualitätssicherung bei der Einhaltung der Hygiene in Trinkwasser-Installationen verschrieben haben. Sie verfügen über nachgewiesene, hohe Kompetenzen z.B.

  • durch eine öffentliche Bestellung und Vereidigung als Sachverständiger für Trinkwasserhygiene im Installateur- und Heizungsbauerhandwerk

  • durch eine Zertifizierung als Sachverständiger für Trinkwasserhygiene nach VDI/BTGA/ZVSHK 6023 Blatt 2 oder

  • als freie Sachverständige mit entsprechenden Qualifikationsnachweisen und Arbeitsproben.

Sie haben umfangreiche Erfahrungen auf diesem Gebiet, bilden sich intensiv fort und halten sich ständig auf dem aktuellen Wissensstand.

Fördermitglied

können alle Personen sein, die in sonstiger Weise die Interessen des Vereins unterstützen, an der Sicherstellung der Trinkwasserhygiene interessiert oder beruflich mit der Thematik befasst sind. Sie können sich in diesem Themengebiet fortbilden und von den Informationen des Vereins profitieren

Vorteile für Mitglieder

Alle Mitglieder erhalten Zugang zu einem umfangreichen Kompetenz-Netzwerk mit Wissensdatenbank, finden fachlichen Austausch mit Profis und Rückenstärkung bei speziellen Fragestellungen. Wer etwas bewegen möchte, bekommt hier im DVQST e.V. die Chance, aktiv die Regelwerkssetzung mitzugestalten. Fachleute, die noch nicht über die notwendige Qualifikation zum Sachverständigen für Trinkwasserhygiene verfügen, können zukünftig über den Ausbildungsgang zum „anerkannten Sachverständigen für Trinkwasserhygiene im DVQST e.V.“ die für die Erstellung von Gefährdungsanalysen nach TrinkwV erforderlichen Kompetenzen erwerben und nachweisen.

Bildung für Alle

Ein umfangreiches zielgruppen-orientiertes Bildungsprogramm für alle an Planung, Bau oder Betrieb von Trinkwasser-Installationen Beteiligten sorgt für die Vermittlung, Intensivierung und Vertiefung von notwendigem Fachwissen. Es zeichnet sich durch unabhängige, kompetente Referenten sowie werbefreie und herstellerneutrale Unterrichtsinhalte aus.

Die Öffentlichkeit profitiert

Den bestellten Sachverständigen obliegt in gerichtlichen und außergerichtlichen Fällen die streitentscheidende Bewertung, also die Deutungs- und Interpretationshoheit der jeweiligen Anforderungen nach den technischen Regelwerken.

Zur Vermeidung oder Beilegung von gerichtlichen und außergerichtlichen Streitigkeiten steht der DVQST e.V. als fachkompetente Schieds- und Schlichtungsstelle in Streitfragen sowohl Gerichten und Gesundheitsämtern, als auch Untersuchungsstellen, Planern, Ausführenden, Eigentümern oder Betreibern beratend zur Verfügung.

Für Planer und Installateure

Fachleute erhalten adäquate Unterstützung bei Fragestellungen zu regelwerkskonformer Planung und Ausführung. Sie werden informiert über wichtige Themen, wie z.B. zu Änderungen von Regelwerken, Anforderungen an Gefährdungsanalysen und zu geeigneten Sanierungsmaßnahmen, über hygienegerechte Installationstechniken, zur Hygiene-Erstinspektion vor der Befüllung usw.

Für Betreiber (UsI)

Als „UsI“ (Unternehmer und sonstiger Inhaber) einer Trinkwasser-Installation werden von der TrinkwV die verantwortlichen Betreiber im Allgemeinen bezeichnet. Dazu gehören Eigentümer und Kommunen, genauso wie Arbeitgeber oder Pächter und Vermieter von öffentlich oder gewerblich betriebenen Trinkwasser-Installationen. Auch Immobilienverwalter, Facility Manager, Objektbetreuer und andere Dienstleister haben sich über Betreiberpflichten zu informieren. Die Rechte und Pflichten des „UsI“ nach den Anforderungen der Trinkwasserverordnung und der technischen Regelwerke sind umfangreich und für Laien oft schwer verständlich.
Betreiber von Trinkwasser-Installationen erhalten vom DVQST e.V. klare Auskünfte und Informationen zu Aufgaben und Vorgehensweisen in Sachen Trinkwasserhygiene. Dazu gehören Betrieb und Instandhaltung genauso wie die regelmäßige Beprobung, Durchführung von Gefährdungsanalysen oder geeigneten Sanierungsmaßnahmen.
Für Verantwortliche und Mitarbeiter wird es ein umfangreiches Angebot zu informativen Seminaren und qualifizierenden Fortbildungsmaßnahmen geben.

Für Gesundheitsämter und andere Behörden

Von behördlichen Mitarbeitern wird eine hohe Amtsautorität erwartet. Fundierte, zielorientierte Seminar- und Bildungsangebote durch unabhängige Referenten des DVQST e.V. ermöglichen ihnen, der damit verbundenen Verantwortung und Amtshaftung gerecht zu werden.
Als unabhängige Sachverständigenstelle unterstützt der DVQST e.V. bei der Formulierung und Ausarbeitung von relevanten Informationsschreiben und berät über praktikable Vorgehensweisen und Strategien.

Untersuchungsstellen, Probennehmer

Mitarbeiter von Laboren werden oft um Rat und Hilfe gebeten, wenn es um erforderliche Maßnahmen bei einem Befall mit Legionellen oder anderen krankheitserregenden Keimen in der Trinkwasser-Installation geht. Der DVQST e.V. unterstützt hier mit Informationsmaterial und Fortbildungsangeboten.

Bildungs– und Forschungseinrichtungen

Eine konstruktive Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Forschung ermöglicht, frühzeitig neue Erkenntnisse zu gewinnen und innovative Wege zur Erhaltung gesunden Trinkwassers zu finden. Vorliegende Daten und Erfahrungen können in entsprechende Forschungsvorhaben eingebracht werden und ermöglichen so einen wesentlichen Beitrag zu praxisgerechten Forschungsergebnissen.
Wir fördern den Nachwuchs. Auszubildende, Schüler und Studenten bekommen hier die Möglichkeit, das interessante Themengebiet der Trinkwasserhygiene näher kennenzulernen.